Die Oberliga-Saison verlief für den Aufsteiger MTV Ludwigsburg II nicht optimal. Die Turner von Trainer Martin Hecht unterlagen beim KTT Heilbronn mit 29:39 Scorepunkten. Viele Stürze in der ersten Wettkampfhälfte kosteten der jungen MTV-Riege ein besseres Ergebnis.

Mit nur fünf Turnern reisten die Barockstädter nach Heilbronn, Jannis Nuspl war kurzfristig erkrank und auch Jonas Eder fehlte. So turnten Neuzugang Mario Ostwald, Adrian Müller und Kai Herbst alle einen Sechskampf, Magnus Teschner kam an fünf Geräten zum Einsatz, Routinier Philipp Straub startete am Pauschenpferd. „Am Boden, Pauschenpferd und den Ringen sind wir sehr schleppend gestartet“, erklärt Trainer Hecht. Pro Gerät hatte der MTV zwei Stürze, „sonst wären wir den Heilbronnern ebenbürtig gewesen“, hadert Hecht. So ging das Startgerät Boden mit 7:5 an Heilbronn, das Pauschenpferd sogar mit 13:4 Scorepunkten. Die Ringe gewann der MTV zwar mit 4:3, Stürze kosteten auch hier wichtige Punkte und die Hecht-Riege lag 13:23 zurück. Trotz einer 4:8-Geräteniederlage am Sprung zeigte sich Ludwigsburg nach der Pause verbessert. Am Barren setzte sich der MTV mit 7:2 durch und startete eine kleine Aufholjagd, „wir hätten aber Glück gebraucht, um nochmal ranzukommen“, so Hecht. Denn auch die Gastgeber machten im zweiten Durchgang kaum Fehler, gewannen das Abschlussgerät Reck mit 6:5 und bescherten dem MTV die Auftaktniederlage. Hecht zeigte sich letztendlich zufrieden: „Die Leistung im zweiten Durchgang mit nur einem Sturz war gut. Wir haben davor zu viele Fehler gemacht, um zu gewinnen. Wir sind in der Breite gut aufgestellt und können mit den Übungen in der Oberliga gut mithalten.“ Bester Scorer der Gäste war Müller mit 13 Scorepunkten. Mit 12,55 Punkten am Reck zeigte er an diesem Gerät die Tagesbestleistung mit Doppelsalto über die Stange als Abgang. Neuzugang Ostwald überzeugte wie von Hecht erhofft mit guten Leistungen an seinen Paradegeräten Ringe, Barren und Reck und sammelte zehn Scores. Herbst zeigte am Sprung einen guten gestreckten Tsukahara, nachdem er zwei Jahren kein Sprung gemacht hatte. Teschner holte am Boden trotz Sturz noch 14,1 Punkte und zwei Scores bei einem starken Schwierigkeitswert von 7,0 Punkten.

Die dritte Mannschaft verlor parallel gegen die Spvgg Heinriet in der Bezirksliga Nord mit 258.35:262.65 Punkten. „Der Gegner war eigentlich auf Augenhöhe, zu viele Fehler und Stürze haben uns den Sieg gekostet. Michael Schlumberger hat an fünf Geräten einen super Wettkampfgezeigt, er ist topfit“, resümiert Trainer Hecht.