Als Erster Vorsitzender eröffnete Jochen Eisele die diesjährige Mitgliederversammlung direkt mit dem sehr ernsten Thema Diskriminierung. „Innerhalb unserer über 7.000 Mitglieder sind Menschen jeglicher Hautfarbe und Herkunft, verschiedenster Religionen, unterschiedlichster sexueller Orientierung und alle sind sie im MTV willkommen“, so Eisele. Daher nimmt der MTV Ludwigsburg eine Ergänzung zur Präambel seiner Vereinssatzung vor, in der festgehalten wird, dass der Verein keinerlei Diskriminierung, Ausgrenzung oder Rassismus duldet und jeglichen Formen von Gewalt entschieden entgegen tritt.

Mit dem Thema Gewalt im Sportverein setzte sich in den vergangenen Monaten auch eine Arbeitsgruppe aus Vorstandsmitgliedern, Mitarbeitern der Geschäftsstelle sowie Ehrenamtlichen auseinander und entwickelte ein neues Schutzkonzept für den MTV. Neben der Verankerung in der Präambel der Vereinssatzung wurden dabei weitere Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, aber auch erwachsenen Sportlern vor Gewalt im Sportverein – sei diese körperlicher, seelischer oder sexueller Art – definiert. „Die Benennung von Schutzbeauftragten, die Sensibilisierung von Übungsleitern und Ehrenamtlichen, die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses nicht nur für Übungsleiter sondern auch für Vorstände und Mitarbeiter) sowie die Aussprache von Handlungsempfehlungen sind nur einige unserer Maßnahmen“, erklärt der Erste Vorsitzende. Damit möchte Ludwigsburgs größter Sportverein den Schutz vor Gewalt in seinen Strukturen bestmöglich sicherstellen und entsprechende Präventionsarbeit leisten.

In seinem weiteren Bericht stellt Eisele die Highlights des vergangenen Vereinsjahres vor, wie beispielsweise die erste eigenen Vereins-App, den Ausbau seines Sportangebots für Schwangere und Eltern und die Einführung des Bereichs „Aktiv ab 50“ mit Angeboten wie Frühlingsbasteln, Deeskalationstraining, Rollatortraining, Spielenachmittag und vielem mehr. Besonders stolz zeigte sich der Erste Vorsitzende auch über die Eröffnung der neuen Rehasportgruppe „Sport für die Seele“ für Menschen mit persönlichen Verlusten, traumatischen Erlebnissen oder mit beruflichen und familiären Überlastungen sowie mit Depressionen, Angststörungen, Burn-out oder Fatigue. Für dieses außerordentliche Engagement wurde der MTV vergangenes Jahr mit dem WLSB Förderpreis in der Kategorie „Präventionskonzepte“ ausgezeichnet.

Zum Abschluss seines Berichts präsentiere Eisele die sportlichen Erfolge aus den Bereichen Gerätturnen, American Football, Karate und Volleyball sowie die durchgeführten Veranstaltungen der vergangenen Monate.

Im Anschluss an den Bericht des Ersten Vorsitzenden wurden noch der Jahresabschluss des vergangenen Jahres vorgestellt. Mit der Finanzplanung für die ausstehenden Monate fand die Mitgliederversammlung ihren Abschluss.