Glanzvoller Triumph bei den „Finals 2026“ in Hannover: Der Birtat MTV Ludwigsburg krönt sich mit einem 3:1-Sieg im Finale gegen die Hessen Lions zum Sieger der Karate-Bundesliga.

Der MTV Ludwigsburg blickt im deutschen Karatesport auf eine beeindruckende Tradition zurück. In den 2010er-Jahren prägten die Barockstädter die nationale Spitze und holten von 2013 bis 2015 dreimal in Folge den deutschen Meistertitel – damals noch mit Cheftrainer Köksal Cakir und Svjatoslav Prokop als aktiven Athleten auf der Matte. Seit der Restrukturierung des Bundesliga-Formats im Jahr 2020 mischt der MTV ununterbrochen an der Spitze mit. 2023 folgte der erste Bundesliga-Titel, nachdem der Verein mit zwei Teams in den Play-offs (Final Four) vertreten war.

Die Gegenwart gehört nun einer neuen, leistungsstarken Generation, die diese Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fortschreibt: Fast der komplette Ludwigsburger Kader vertrat erst im vergangenen Mai in Frankfurt die deutschen Farben bei der Europameisterschaft.
Da Cheftrainer Köksal Cakir die Mannschaft in Hannover arbeitsbedingt nicht vor Ort betreuen konnte, übernahm Svjatoslav Prokop die Regie am Mattenrand. Als langjähriger Weggefährte ist Prokop mit dem Team bestens vertraut.

Ihre sportliche Ausnahmestellung unterstrichen die Ludwigsburger bereits im Halbfinale. Gegen den Meister von 2024, den Arawaza SC Banzai Berlin, setzte sich der MTV mit einem souveränen 3:0 durch. Konstantinos Papastergios (8:0), Renzo Volpe (7:1) und Tim Steiner (5:0) ließen ihren Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance und ebneten ohne Matchverlust den Weg ins Gold-Duell.
Im Finale gegen die Hessen Lions stellte Renzo Volpe die Weichen früh auf Sieg, nachdem sein Gegner Marvin Bier beim Stand von 0:3 aus Sicht des MTVlers verletzungsbedingt aufgeben musste. Im Anschluss zeigte Schwergewichtler Nikolai Sekot eine überragende Vorstellung und besiegte Edgard Merkine vorzeitig mit 8:0. Nach einem kleinen Dämpfer durch die Niederlage von Lauryl Azoo setzte Muhammed Özdemir im vierten Kampf den entscheidenden Schlusspunkt: Innerhalb von 64 Sekunden fegte er Eric Ridiger mit 10:0 von der Matte und löste auf Ludwigsburger Seite großen Jubel aus.

„Der Titel ist absolut verdient, weil die Jungs in der Vorbereitung viel Einsatz gezeigt haben. Das private Leben wurde hintenangestellt, und es wurde trainiert, trainiert, trainiert.“
– Svjatoslav Prokop (Trainer Birtat MTV Ludwigsburg)

Bilder: DKV/ Brigitte Allmann